Aktuelles vom 11.08.2022

5 Gr├╝nde, warum du deine Lernzeit fr├╝hmorgens oder vor dem Schlafen einplanen solltest

Hier erf├Ąhrst Du, wann die beste Zeit zum Lernen ist.

Wer parallel zum Beruf eine Weiterbildung macht, hat eigentlich immer zu wenig Zeit zum Lernen. St├Ąndig kommt irgendetwas dazwischen: der wichtige Auftrag vom Chef, die Inspektion des Autos, der dringende Arzttermin und, und, und.

Aber es hilft ja alles nichts: Um bei der Abschlusspr├╝fung erfolgreich zu sein, musst du regelm├Ą├čig lernen. Am besten m├Âglichst viel in m├Âglichst kurzer Zeit.

Blo├č wann? Wann ist die beste Lernzeit? Und gibt es so etwas wie den perfekten Moment zum Lernen ├╝berhaupt?

Die Wissenschaft hat eine klare, aber problematische Antwort

Beim Blick auf wissenschaftliche Studien ist das Ergebnis recht eindeutig. Grunds├Ątzlich hat der Mensch t├Ąglich zwei ÔÇ×Hochphasen der KonzentrationÔÇť: vormittags zwischen 9 und 11 Uhr sowie am fr├╝hen Abend zwischen 16 und 18 Uhr.

Allerdings gibt es zwei Schwierigkeiten.

Erstens ist jeder Mensch unterschiedlich und die individuellen Hochphasen k├Ânnen sehr verschieden sein. Die Wissenschaft kann dir also nur grobe Hinweise geben, wann die beste Lernzeit sein k├Ânnte. Ob es wirklich deine optimalen Lernzeiten sind, l├Ąsst sich mit der Studie nicht sagen.

Das zweite Problem: Selbst, wenn du zu den wissenschaftlich belegten Zeiten besonders leistungsf├Ąhig bist, hei├čt das noch lange nicht, dass du auch Gelegenheit zum Lernen hast. Die meisten von uns werden zwischen 9 und 18 Uhr im B├╝ro sitzen und arbeiten.

Mein Retter in der Not: Die Randstunden des Tages

Zum Gl├╝ck gibt es f├╝r dieses Problem eine L├Âsung, die auch mir in den vergangenen Jahren immer wieder sehr geholfen hat. Meine Erfahrung hat gezeigt: Die Randstunden des Tages eignen sich mit Abstand am besten zum Lernen.

Ob morgens oder abends, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei mir sind es eher die Morgenstunden, bei dir ist es vielleicht der sp├Ąte Abend oder sogar mitten in der Nacht.

Wichtig ist in jedem Fall, dass du m├Âglichst direkt nach dem Aufstehen oder in den Stunden vorm Schlafengehen lernst.

Warum das so ist und welche Vorteile das Lernen in den Randstunden mit sich bringt, will ich dir nat├╝rlich nicht vorenthalten. Hier kommen f├╝nf gute Gr├╝nde, warum die Randstunden des Tages die beste Lernzeit darstellen.

Grund Nr. 1: Studien zeigen, dass man sich Dinge, die man kurz vor dem Schlafengehen lernt, besser merken kann

Den Beweis daf├╝r lieferte die Harvard Medical School mit einem interessanten Experiment. Der Ablauf der Studie war relativ simpel: Die Teilnehmer mussten sich eine virtuelle Wegbeschreibung einpr├Ągen und f├╝nf Stunden sp├Ąter anwenden. Manche von ihnen durften zwischendurch schlafen, die anderen nicht.

Das Ergebnis: Wer zwischendurch ein Nickerchen gemacht hatte, konnte die Informationen viel besser abrufen. Diejenigen, die sogar von der Wegbeschreibung getr├Ąumt hatten, schnitten sogar noch besser ab.

Was bedeutet das f├╝r deine optimale Lernzeit?

Zwar kannst du nicht beeinflussen, was du tr├Ąumst, und willst vielleicht auch gar nicht von der Weiterbildung tr├Ąumen, aber die Studie ist dennoch ein super Argument f├╝r alle Nachtaktiven. Wenn du gerne abends oder sogar nachts lernst, hilft dir der anschlie├čende Schlaf automatisch, die Informationen besser zu verarbeiten.

Du lernst gewisserma├čen im Schlaf. Cool, oder?

Grund Nr. 2: Erfolgreiche Menschen schw├Ąrmen von ihrer Morgenroutine

Es muss ja nicht immer eine wissenschaftliche Studie sein, die uns zeigt, wie man am besten lernen kann. Auch erfolgreiche Vorbilder k├Ânnen als Inspiration dienen.

Wenn du dich gerne fr├╝hmorgens auf die Arbeit st├╝rzen m├Âchtest, ist die Auswahl an Idolen besonders gro├č. Egal ob Steve Jobs, Richard Branson, Barack Obama oder Arnold Schwarzenegger: die Liste der beeindruckend leistungsf├Ąhigen Promis, die seit Jahren auf eine feste Morgenroutine setzen, ist lang.

Sie alle schw├Ąrmen davon, dass sie dank der Routine die ersten wichtigen Dinge erledigt haben, bevor die meisten Menschen ├╝berhaupt aus dem Bett gekrochen sind. Dabei ist das Ziel nat├╝rlich nicht immer eine Weiterbildung, aber auch darauf l├Ąsst sich das Prinzip wunderbar anwenden.

Also mach das Lernen zur ersten Aufgabe deines Tages und erarbeite dir eine morgendliche Lernroutine. Du bist damit in guter und vor allem erfolgreicher Gesellschaft.

Grund Nr. 3: Du hast mehr Ruhe und weniger Unterbrechungen

Wenn du es schaffst, fr├╝her als die meisten aufzustehen oder sp├Ąter als alle anderen ins Bett zu gehen, gewinnst du etwas immens Wertvolles f├╝r deinen Lernerfolg: Ruhe.

All die Dinge, die dich tags├╝ber beim Lernen st├Âren, sind weg.

Deine Kinder schlafen noch oder schon, du bekommst keine E-Mails aus dem B├╝ro und auch der Stra├čenl├Ąrm ist deutlich geringer. Nutze diesen Vorteil! Du wirst nicht nur besser und schneller lernen, sondern nach getaner Arbeit auch besonders stolz auf deine Leistung sein.

Und dieser Stolz ist absolut okay. Wer viel leistet, darf sich auch dar├╝ber freuen.

Grund Nr. 4: Die Versuchung, andere Dinge zu tun, ist geringer

Dieses Argument kn├╝pft ein wenig an das vorherige an. Wenn du deine Lernzeit auf die Randstunden legst, hast du nicht nur deine Ruhe, sondern musst auch gegen weniger Versuchungen k├Ąmpfen.

Was meine ich damit? Viele sch├Âne Alternativen zum Lernen sind in den Randstunden einfach nicht m├Âglich. Ich habe zum Beispiel keine Freunde, die sich morgens um 5 Uhr mit mir auf einen Kaffee treffen wollen. Die Fu├čball-Bundesliga beginnt erst nachmittags. Weder der Supermarkt noch dein Lieblingsmodeladen ist abends um 23 Uhr ge├Âffnet.

Du siehst, worauf ich hinauswill. Je weniger ablenkende Alternativen dir zur Verf├╝gung stehen, desto gr├Â├čer ist die Chance, dass du konzentriert lernst. Nat├╝rlich kann dir das Internet jederzeit einen Strich durch die Rechnung machen. Aber ich habe ja nie behauptet, dass das Randstunden-Lernen keine Disziplin erfordert. ;-)

Grund Nr. 5: Du schaffst dir feste Zeitpunkte zum Lernen

Fr├╝hmorgens oder vor dem Schlafen zu lernen, bringt einen weiteren Vorteil mit sich: Es wird immer deine erste bzw. letzte Aufgabe des Tages sein.

Dadurch wird es dir leichter fallen, die Weiterbildung als festen Termin zu setzen, der auf keinen Fall verschoben werden darf. Morgens k├╝mmerst du dich darum, bevor der allt├Ągliche Stress beginnt. Abends verkn├╝pfst du das Lernen mit deiner geplanten Schlafenszeit, sodass du auf jeden Fall noch eine Weile lernst, bevor du ins Bett gehst.

Dieser Aspekt spricht eher f├╝r das morgendliche Lernen. Schlie├člich kann es passieren, dass sich dein Tagesablauf so sehr verschiebt, dass du abends absolut keine Zeit mehr findest, dich um das Lernen zu k├╝mmern.

Dem solltest du entgegenwirken, indem du andere Aufgaben rechtzeitig abbrichst (falls das m├Âglich ist), und dir das Lernen vor dem Schlafen zur festen Routine machst.

Finde deine individuelle Lernzeit

Wie du siehst, gibt es gute Gr├╝nde, das Lernen auf die Randstunden des Tages zu legen. Ob damit die Zeit vor dem Sonnenaufgang oder der sp├Ąte Abend gemeint ist, muss jeder individuell entscheiden. In jedem Fall solltest du deine Lernzeit zur festen Routine machen.

Wenn du dir unsicher bist, wann f├╝r dich die beste Lernzeit ist, probier einfach mal beide Varianten aus. Dein K├Ârper und vor allem dein Gehirn werden dir deutlich zeigen, wann du am leistungsf├Ąhigsten bist.

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