Aktuelles vom 17.02.2022

Konzentration steigern durch Sport: Klappt das wirklich?

Welche Vorteile bringt viel Bewegung?

Lass uns mit nur einer Frage herausfinden, ob dieser Blogartikel etwas fĂŒr dich ist! Sie lautet: Kennst Du folgende Situation?

Du steckst in einer stressigen Phase. Sei es wegen der Arbeit, der Weiterbildung oder aus anderen GrĂŒnden. Du hast so viel zu tun, dass du dich erstens kaum noch konzentrieren kannst und zweites keine Zeit mehr fĂŒr irgendeine Art von Training findest.

Kommt dir das bekannt vor? „Ich mache sowieso keinen Sport“ zĂ€hlt ĂŒbrigens auch als Ja.

Dann ist dieser Blogartikel genau fĂŒr dich!

Ich möchte dir zeigen, warum es ein großer Fehler ist, in anstrengenden Phasen auf Sport zu verzichten. Egal, wie eng dein Zeitplan getaktet ist, fĂŒr ein wenig Bewegung solltest du dir wirklich Zeit nehmen.

Warum?

Weil Forschungsergebnisse keinen Zweifel zulassen, dass Sport die Basis fĂŒr ein leistungsfĂ€higes Gehirn und hohe Konzentration ist.

Welche konkreten Vorteile du durch die Bewegung bekommst und warum der zeitliche Aufwand wirklich ĂŒberschaubar ist, zeige ich dir jetzt. Als Bonus gibt’s am Ende sogar noch ein paar Lesetipps, wie du den Sport leichter in den Alltag einbauen kannst.

Die 7 besten GrĂŒnde fĂŒr mehr Bewegung

Obwohl Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten die ZusammenhÀnge von Sport und Gehirn untersuchen, sind bis heute nicht alle Effekte gefunden und erklÀrt. Dennoch ist die Liste an Vorteilen schon jetzt sehr beeindruckend.

#1 Dein Gehirn wird regelmĂ€ĂŸig „neugestartet“

Wenn dein Computer hÀngt und nichts mehr lÀuft, was machst du dann? Wahrscheinlich ausschalten, kurz warten und neustarten.

Das gleiche kannst du mit deinem Gehirn tun.

Einfach, indem du ein bisschen Sport machst. Der Grund fĂŒr den Neustart ist folgender: In unserem Gehirn gibt es viele unterschiedliche Bereiche. FĂŒr Bewegung ist der motorische Kortex zustĂ€ndig, fĂŒr das logische Denken hingegen der prĂ€frontale Kortex.

Sobald du mit dem Training startest, ĂŒbernimmt der motorische Kortex die meiste Arbeit und dein Denk-Zentrum kann herunterfahren und sich entspannen. Nach dem Sport ist dein Kopf dann wieder frei.

Wie lange der Effekt dieses Neustarts anhĂ€lt, ist ĂŒbrigens von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Probiere es am besten einfach mal aus!

#2 Dein Gehirn wird leistungsfÀhiger

Wissenschaftler haben immer wieder Ă€hnliche Vergleiche durchgefĂŒhrt: Menschen, die regelmĂ€ĂŸig Sport machen, gegen Menschen, die sich wenig bewegen. Wessen Gehirn ist leistungsfĂ€higer?

Du ahnst es wahrscheinlich schon, die Sportler haben gewonnen.

Das Interessante daran: Sie haben nicht knapp die Nase vorn, sondern sind um LÀngen besser. Diese Dominanz zieht sich durch viele Arten von LeistungsfÀhigkeit: LangzeitgedÀchtnis, Reaktionsvermögen, Problemlösung, abstraktes Denken und Konzentration.

#3 Langfristig verbessert sich dein Hormonhaushalt

Auch auf lange Sicht zahlt sich regelmĂ€ĂŸiges Training aus. Wissenschaftler gehen davon aus, dass auf Dauer das Hormon Dopamin in deinem Körper langsamer abgebaut wird.

Dieser Stoff wird unter anderem benötigt und verbraucht, um deine Konzentration aufrechtzuhalten. Wird das Hormon allerdings langsamer abgebaut, dann bleibst du lÀnger fokussiert.

#4 Dein Gehirn „wĂ€chst“

Ein bisschen Sport machen und schon wird das Gehirn grĂ¶ĂŸer? Klingt fast zu schön, um wahr zu sein.

Ganz so simpel ist es in der Tat nicht, aber die Tendenz stimmt. Wie Forscher herausgefunden haben, hat Sport folgenden Effekt auf das Gehirn: Im Hippocampus, einem weiteren Teil des Gehirns, der beim Denken mitwirkt, werden neue Nervenzellen gebildet. Sie machen das Gehirn nicht nur leistungsfĂ€higer, sondern auch etwas grĂ¶ĂŸer.

#5 Du wirst widerstandsfÀhiger gegen Stress

Nicht nur deine Konzentration und dein Erinnerungsvermögen werden durch regelmĂ€ĂŸige Bewegung verbessert, auch deine Stressresistenz wird grĂ¶ĂŸer.

Alles beginnt damit, dass die Bewegung zu einer besseren Durchblutung deines Gehirns fĂŒhrt. Anschließend wird eine Reihe von biologischen Prozessen ausgelöst, die am Ende zu mehr Widerstandskraft gegen Stress fĂŒhrt.

Alles ausgelöst durch ein bisschen Bewegung.

#6 Sport ist die Basis fĂŒr mehr Willenskraft

Sport kann der Startschuss fĂŒr ein insgesamt gesĂŒnderes und produktiveres Leben werden. Australische Forscher haben schon vor einigen Jahren einen spannenden Effekt entdeckt:

Wenn du es regelmĂ€ĂŸig schaffst, in nur einem Lebensbereich (z. B. Sport) genug Willenskraft aufzubringen, die richtigen Dinge zu tun, wird dieser Erfolg auf dein ganzes Verhalten ausstrahlen.

Deine Willenskraft wird trainiert und du kannst auch bei anderen Themen deine PlÀne erfolgreicher durchziehen.

Ganz konkret: Wenn du dich regelmĂ€ĂŸig zum Sport aufraffst, stehen die Chancen gut, dass du kĂŒnftig auch fokussierter lernst, gesĂŒnder isst, weniger rauchst und so weiter.

Dieser Effekt funktioniert ĂŒbrigens auch mit anderen Auslösern. Du musst nicht zwangslĂ€ufig Sport als ersten Fokusbereich nehmen. Stattdessen kannst du auch andere Startpunkte nehmen: gesundes Essen, morgens eine Stunde lernen etc.

Wenn du in nur einem Lebensbereich genug Willenskraft aufbringst, wirkt sich das positive auf viele andere Dinge aus.

#7 Gefahr von Krankheiten sinkt

Ein kleiner Bonuseffekt: RegelmĂ€ĂŸige Bewegung fĂŒhrt dazu, dass das Risiko von Krankheiten wie Alzheimer drastisch sinkt. Das verbessert zwar nicht deine Lernerfolge, sollte aber ein toller Ansporn sein, Sport in den Alltag einzubauen.

Wie viel Sport sollte es sein?

Nachdem du dir alle Vorteile durchgelesen hast, dĂŒrfte es an Motivation nicht mehr mangeln. Jetzt wird es Zeit, die richtigen SchlĂŒsse daraus zu ziehen.

Aber wie erreichst du denn jetzt die ganzen tollen Effekte?

Zum GlĂŒck gibt es auch dazu Empfehlungen aus der Wissenschaft. Demnach genĂŒgt es völlig, wenn du zweimal pro Woche fĂŒr rund 30 Minuten aktiv bist. Es muss nicht mal eine hochintensive Belastung sein, eine leichte bis mittlere Anstrengung ist ausreichend.

Wenn du mehr machen möchtest und du dich gut dabei fĂŒhlst, dann geht das natĂŒrlich auch!

Wichtig ist nur, dass die Sporteinheit deine Ausdauer und/oder Koordination fördert. Beim reinen Krafttraining konnten die positiven Effekte noch nicht nachgewiesen werden.

Die wichtigste Erkenntnis bleibt aber: Du musst kein Leistungssportler werden, um dein Gehirn fit zu machen!

Unsere Hotline fĂŒr Sie: