Aktuelles vom 09.08.2022

10 Lernfehler, die du vermeiden solltest

Entspannt durch die Weiterbildung.

Eine kaufm├Ąnnische Weiterbildung ist hart ÔÇô ziemlich hart sogar. Auch wenn du alles richtig machst, kommst du nicht an durchgearbeiteten N├Ąchten und wenig Freizeit vorbei.

Da w├Ąre es doch super, wenn du dir das Leben nicht unn├Âtig schwer machst, oder? Dann solltest du diese 10 Lernfehler dringend vermeiden, um dir nicht noch mehr Stress zu bescheren.

Fehler Nummer 1: Du hast keinen Lernplan.

Es gibt eine Sache, die alle beruflichen Weiterbildungen gemein haben: Sie sind sehr umfangreich. Du bist also zwangsl├Ąufig mit einer gro├čen Menge an Lernstoff konfrontiert, die du irgendwie in deinen Kopf bekommen musst.

Wenn du dich einfach draufst├╝rzt und kein klares Ziel verfolgst, dann wird das nix. Irgendwann wirst du dich in der Masse der Inhalte verlieren.

Nimm dir also rechtzeitig einen Moment, um ausf├╝hrlich zu planen, wie du die Weiterbildung angehen m├Âchtest. Ber├╝cksichtige dabei detailliert, wann du welche Themen lernen m├Âchtest und an welchen Tagen der Woche du Zeit f├╝r die Weiterbildung hast.

Fehler Nummer 2: Du springst zu oft zwischen den Themengebieten hin und her.

Nehmen wir einmal den IHK Handelsfachwirt als Beispiel. Dort besch├Ąftigst du dich mit den Themenbereichen ÔÇ×Unternehmensf├╝hrung und -steuerungÔÇť, ÔÇ×F├╝hrung, Personalmanagement, Kommunikation und KooperationÔÇť, ÔÇ×HandelsmarketingÔÇť, ÔÇ×Beschaffung und LogistikÔÇť sowie deinem Wahlfach. Und jedes dieser sechs F├Ącher bringt nochmal Unterthemen mit sich.

Viele Lerner machen dann folgenden Fehler: Sie lernen ein bisschen f├╝r das erste Thema, springen dann zum zweiten Bereich. Anschlie├čend geht es wieder zur├╝ck, bevor Thema Nummer 3 an der Reihe istÔÇŽ

Dann dauert es nicht lange, bis du komplett den ├ťberblick verloren hast.

Um dieses Problem zu vermeiden, solltest du dich immer f├╝r einen festgelegten Zeitraum mit nur einem Thema befassen. Wenn du es abgeschlossen hast, kannst du dich einem anderen Bereich widmen. Plane also nicht nur die Zeitr├Ąume zum Lernen, sondern auch die Inhalte der Lernbl├Âcke.

Das soll nat├╝rlich nicht hei├čen, dass du keine Verkn├╝pfungen zwischen den Themenbereichen ziehen sollst. Diese Verbindungen machen dir sogar das Lernen leichter, weil unser Gehirn gerne in Zusammenh├Ąngen denkt. Sei aber vorsichtig, dass ÔÇ×gezielte Verkn├╝pfung erstellenÔÇť nicht zu planloser Ablenkung wird.

Fazit: Verkn├╝pfungen erw├╝nscht, planloses Springen zwischen den Themengebieten nicht.

Fehler Nummer 3: Du lernst zur falschen Uhrzeit.

Jeder Mensch ist unterschiedlich (zum Gl├╝ck!). Und deshalb hat auch jeder seine ganz individuellen Hoch- und Tiefphasen im Verlauf des Tages. Ich lerne und arbeite beispielsweise lieber fr├╝hmorgens, weil mir abends die Konzentration ausgeht. Andere wiederum bl├╝hen erst ab 18 Uhr richtig auf.

Das solltest du unbedingt f├╝r das Lernen beachten. Wenn du immer abends lernst und nie etwas im Kopf h├Ąngen bleibt, solltest du deinen Lernrhythmus ├╝berdenken.

Leider bleiben viele ihrer einmal gew├Ąhlten Lernzeit treu und verschenken wertvolles Potenzial f├╝r effektives Lernen.

Also hinterfrage regelm├Ą├čig deine Lernfortschritte und suche nach Verbesserungsm├Âglichkeiten. Manchmal sind es Kleinigkeiten wie die Uhrzeit.

Fehler Nummer 4: Du l├Ąsst dich von anderen verunsichern.

Kannst du dich noch an die Schulzeit erinnern, als sich 10 Minuten vor der Klassenarbeit kleine Gr├╝ppchen gebildet haben, um ÔÇ×kurzÔÇť die wichtigsten Themen durchzusprechen? Und wei├čt du noch, wie die Gespr├Ąche immer lauter und hektischer wurden, je n├Ąher der Klausurbeginn r├╝ckte?

Meiner Meinung nach gibt es nur eine richtige Reaktion darauf: Ignorieren.

Denn dieser Vergleich f├╝hrte immer dazu, dass alle Beteiligten nerv├Âs wurden und dachten, nicht genug gelernt zu haben. Wir lassen uns gern verunsichern, wenn jemand besser vorbereitet ist ÔÇô oder zumindest so erscheint. Das gilt f├╝r die Weiterbildung genauso wie f├╝r die Schule oder das Studium.

Sei deshalb vorsichtig beim Austausch mit anderen. Grunds├Ątzlich ist es total hilfreich, mit anderen zu sprechen, sich gegenseitig Tipps zu geben und auch auf Schw├Ąchen aufmerksam gemacht zu werden.

Aber denk dran: Es gibt immer jemanden, der zu irgendeinem Gebiet intensiver gelernt hat und mehr wei├č.

Lass dich davon nicht verunsichern, sondern konzentriere dich ganz auf deine individuelle Vorbereitung!

Fehler Nummer 5: Du machst dir zu wenig eigene Notizen.

Wenn ich Zeitdruck beim Lernen hatte, ist mir fr├╝her oft ein gro├čer Fehler unterlaufen. Um Zeit zu sparen, habe ich die Skripte einmal ├╝berflogen, die (vermeintlich) wichtigsten Stellen markiert und versucht, mir die Informationen ins Gehirn zu h├Ąmmern.

Glaub mir, das ist keine gute Idee. Und es spart definiert nicht eine Minute Lernzeit.

Unser Gehirn lernt n├Ąmlich nicht gerne durch reines Lesen und Wiederholen. Es m├Âchte das Wissen anwenden, dar├╝ber nachdenken und es mit schon vorhandenen Informationen verkn├╝pfen.

Genau daf├╝r ben├Âtigst du deine Notizen.

In welcher Form du dir deine Notizen machst, ist dabei gar nicht so wichtig. Du kannst Listen anfertigen, Mindmaps zeichnen, ABC-Liste nutzen und, und, und. Wichtig ist, dass du eine Methode nutzt, die dir liegt und dich beim Lernen unterst├╝tzt.

Allein durch das Schreiben der Notizen besch├Ąftigst du dich mit den Inhalten und machst dir Gedanken, wie die Informationsst├╝cke zusammenh├Ąngen. Mit anderen Worten: Du lernst automatisch.

Fehler Nummer 6: Dein Lernverhalten ist zu eint├Ânig.

Wie eben schon angedeutet, steht unser Gehirn auf Abwechslung. Eint├Âniges Auswendiglernen mag es gar nicht. Damit kann es n├Ąmlich nicht richtig arbeiten und du kannst dir die Inhalte nicht so gut merken.

Hinzu kommt, dass Lernen nach nur einer einzigen Methode auf Dauer ziemlich langweilig ist. Dadurch sinkt deine Motivation, deine Konzentration wird schw├Ącher und der Lerneffekt verschlechtert sich immer weiter.

Stattdessen solltest du verschiedene Lerntechniken nutzen und m├Âglichst viele Sinne ansprechen. Also lies dir Informationen durch, schau ein Video, schreibe Informationen auf, zeichne MindmapsÔÇŽ Diese Abwechslung macht nicht nur mehr Spa├č, sondern hilft dir auch beim Merken der Inhalte.

Fehler Nummer 7: Du startest zu sp├Ąt mit den ├ťbungsaufgaben.

Ein ganz typischer Fehler, der sich oft aus schlechter Planung ergibt. Du lernst und lernst und lernst, wendest das Wissen aber viel zu sp├Ąt an. Wahrscheinlich denkst du dir: ÔÇ×Bevor ich die Aufgaben bearbeite, muss ich erstmal das ganze Wissen verinnerlicht haben.ÔÇť

Leider falsch!

Trau dich rechtzeitig an ├ťbungen und die Aufgaben aus alten Abschlusspr├╝fungen. Auch wenn du sie noch nicht richtig beantworten kannst, besch├Ąftigst du dich intensiv mit den Themen und kannst aus deinen Fehlern lernen.

Au├čerdem entwickelst du eine der wichtigsten F├Ąhigkeiten f├╝r eine erfolgreiche Abschlusspr├╝fung: Du bekommst ein Gesp├╝r daf├╝r, welches Wissen in der Pr├╝fung h├Ąufig abgefragt wird und welche Informationen nur zweitrangig sind. So kannst du deine Anstrengungen viel besser steuern und die Chance auf eine gute Note erh├Âhen.

Fehler Nummer 8: Du verzichtest in der Vorbereitung auf alte Pr├╝fungen.

Ich war nie ein gro├čer Fan der ÔÇ×Ich schaue mir alte Pr├╝fungen an und das reicht als VorbereitungÔÇť-Einstellung. Das kann in gewissen F├Ąllen zwar funktionieren, aber die Chancen sind doch sehr gering.

Es versucht ja auch niemand, einen Multiple-Choice-Test ohne Lernen zu bestehen, nur, weil es eine statistische Chance gibt, die richtigen Antworten zu treffen.

Dennoch w├Ąre es ein gro├čer Fehler, komplett auf alte Pr├╝fungen zu verzichten. Sie sollten fester Bestandteil der Pr├╝fungsvorbereitung sein. Wenn du mit deinen Skripten, Karteikarten und ├ťbungsaufgaben die Basis gelegt hast, helfen dir alte Pr├╝fungen perfekt beim Feinschliff.

Sie helfen dir, dich auf die konkrete Pr├╝fungssituation vorzubereiten und dir Sicherheit f├╝r den entscheidenden Tag zu geben.

Fehler Nummer 9: Du g├Ânnst dir keine oder zu wenig Pausen.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass unser Gehirn t├Ąglich nur 6 bis 8 Stunden zu 100% leistungsf├Ąhig ist. In der restlichen Zeit k├Ânnen wir zwar aktiv sein, richtig aufnahmef├Ąhig ist unser Kopf allerdings nicht mehr.

Dennoch ist es weit verbreitet, sich Lerntage zu setzen und von morgens bis abends durchzub├╝ffeln. Oftmals wird auch in der Nacht weitergelernt. Diesen Fehler solltest du vermeiden, denn er schm├Ąlert deine Leistung extrem.

Ber├╝cksichtige Pausen in deinem Lernplan und g├Ânn dir zwischendurch etwas Ruhe.

Nutze die Zeit, um Dinge zu tun, die dir Spa├č machen: Sport, Essen gehen mit Freunden, Netflix schauen oder ├Ąhnliches.

Anschlie├čend kannst du dich wieder motiviert an den Schreibtisch setzen und dich um deine Weiterbildung k├╝mmern. Am Ende des Tages wirst du auf diesem Weg mehr erreichen, als mit einem 12-Stunden-Lernmarathon.

Fehler Nummer 10: Du lernst in der Nacht vor der Pr├╝fung.

Wie oft sieht man Sch├╝ler, Studenten und Weiterbildende, die mit gro├čem Kaffeebecher und noch gr├Â├čeren Augenringen zur Pr├╝fung kommen, weil sie die ganze Nacht durchgelernt haben?

Leider viel zu h├Ąufig. Denn lernen in der Nacht vor der Pr├╝fung bringt absolut gar nichts. Vielleicht f├╝hlt es sich gut an, dass man viel gelernt hat, aber f├╝r den Erfolg ist die Taktik mehr als fraglich. Nicht nur, dass dein Gehirn das Gelernte nicht mehr abspeichert (siehe Fehler 9), man ist auch noch extrem m├╝de und unkonzentriert w├Ąhrend der Pr├╝fung.

Diesem Problem kannst du mit guter Planung begegnen. Fange rechtzeitig mit der Pr├╝fungsvorbereitung an, plane eine bis zwei Wochen Puffer ein und nimm dir den Tag vor der Pr├╝fung unbedingt frei. Dann kannst du mit klarem Kopf in die Pr├╝fung gehen und dich viel besser konzentrieren.

Bonus-Fehler Nummer 11: Du gehst zu einer Lerngruppe, weil das alle anderen auch tun.

Lerngruppen z├Ąhlen aus guten Gr├╝nden zu den beliebtesten Lernmethoden. Man erzeugt eine Gemeinschaft, kann sich gegenseitig motivieren und jeder kann sein Wissen beisteuern.

Das ist toll ÔÇô solange wirklich alle davon profitieren.

Allerdings gibt es auch Menschen (ich z├Ąhle mich selbst auch dazu), die durch regelm├Ą├čige Lerngruppen eher gebremst als befl├╝gelt werden. Manche lernen einfach besser alleine und ben├Âtigen nur hin und wieder Gespr├Ąche mit den Mitstreitern.

Ich finde das v├Âllig in Ordnung. Mach auf keinen Fall den Fehler, zu Lerngruppen zu gehen, obwohl du eigentlich merkst, dass es dir nicht hilft. Daf├╝r ist deine Zeit zu schade. Vereinbare lieber, dass du gelegentlich dazu st├Â├čt, ohne dich f├╝r jeden Termin zu verpflichten.

Jeder Mensch lernt unterschiedlich und sollte seinen eigenen Weg finden.

Unsere Hotline f├╝r Sie: